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Dr. Julius Petzholdt,

К о Mgl. Sache. Hofrath, Bibliothekar Sr. Majestät des Könige Johann von Sachsen,
sowie Sr. Könlgl. Hoheit des Kronprinzen Albert, Herzog! zu Sachten, und derPrlnzl.
Secundogenltur-Bibliothek zn Dresden, Mitglied des Könlgl. Philologischen Seminars
und der Griechischen Gesellschaft zn Leipzig, sowie des Könlgl. Sächsischen Alter-
thnma-Yereinee, auch Mitglied des Gelehrten-Ausschusses des Germanischen Museums
zu Nürnberg nnd der Deutschen Dantegesellschaft, sowie ferner der „Academia
Peregrin ora m Castrlrealls" nnd der ,,Academia AUaborantlom Tropaeanae", Ehren-
mitglied der ,,Société archéologique du Grand-Duché du Luxembourg" und der
Belgischen Bibliophllen-Geeetlechaft zu Brüssel, sowie der „Accademla Florlmontana
degl* Invogliati" zu Monteleone, der ,,Societa letterarla giovanlle Cosentlna", der
„Accademla degl* Infocati dl Módica" und des „Cablnetto «científico dl Ragutta",
Ehren correa pondent der Kaiserlichen öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg und
der ,.Societa magnética d'Italie" zu Bologna, Ritter des Könlgl. Sächsischen Ver-
dienstordens, dea Kaiser!. Russischen St. Stao Mausorden s II. Cl. und des Könlgl.
Bayerischen St. Mlchaelsordens, Inhaber der Kaiserl. Russischen grossen goldenen
Medaille, sowie der Kaiserl. Könlgl. Oeeterrelchlechen und Könlgl. Preusslschen
goldenen Medaillen für Wissenschaft, Ehrenpräsident der Société des Sauveteurs
du Département de la Gironde" zu Bordeaux und der ,.Société de Secours Mutuels
des Marine de Beaucaire", sowie Ehren vlcepräsl dent der Société des Sauveteurs
du Midi" zu Marseille.

Dresden,

G. Schönfeld'e Verlagsbuchhandlung (C. A. Werner).

1870.

LUftOVIN U I MUS J

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W* La.nponghandschriften in der Prinzl. Secundogenitur-Bibliothek zu Dresden. — Actenstücke. dir Neugestaltung der Bibliotheken des Königreichesitalien betreffend. — Baldamos nnddie Bibliographie.— Offener Brief an Herrn Oberbibliothekar Hr. Ituland in Wurzburg. —Ueber den „Universal An Catalosuo.'' — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie.

[l.] Die Lamponghandschriften in der Frinzl. SecundogeniturBibliothek zu Dresden.

Die gegenwärtig noch im Besitze des Königs Johann von Sachsen befindliche Prinzliche Secundogenituv-Bibliothek zu Dresden ist in jüngster Zeit durch einige sein- interessante Schriftstücke ans den Lampongs in der Südspitze von Sumatra bereichert worden. Die Veranlassung hierzu hatte zunächst der K. Niederländiscli-Ostindische Generallieutenant a. D. Wolf Curt v. Schierbrand, vormals Chef des Ostindischen Geniecorps, gegeben, von welchem dem Könige eine Handschrift als Geschenk zugekommen war, die ans 56 Palmblättern von 43."> Cent. Länge und 3,5 Cent. Breite besteht, worauf Malaiische Schrift mittels eines scharfen Instrumentes auf beiden Seiten eingeritzt sich befindet. Leider war der Schenkgeber nicht in der Lage gewesen, über den Inhalt der Handschrift irgend eine Auskunft zu ertheilen, wesshalb sich der Bibliothekar des Königs darauf hingewiesen gesehen hatte, zu versuchen, ob von einem der Deutschen gerade mit Indischen Sprachstadien beschäftigten Orientalisten die fehlende Auskunft zu erlangen wäre. Leider hatte aber eine solche auch auf diesem Wege nicht erlangt werden können, vielmehr war dem Bibliothekar mitgethcilt worden, dass sich unter den Ueut«chen Orientalisten wohl schwerlich ein zur Entzifferung der fraglichen Handschrift befähigter Gelehrter finden, die gewünschte Auskunft möglicher Weise am ersten noch durch einen im Dienste der Niederländischen Bibelgesellschaft beschäftigten Missionare zu erhalten sein werde. Daraufhin wendete sich der Bibliothekar nach Amsterdam an die Direktion der genannten Bibelgesellschaft und erhielt in der That von dem Gcsellschaftssekretair J. van Leeuwen die Nachricht, da^s der im Gesellschaftsdienste beschäftigte Missionar Dr. H. Neubronner van der Tuuk mit der LamJwngsprache bekannt, sei; dieser, ein ausgezeichneter Sprachtenner, der sich um das Polynesische Sprachstudium im Allge

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