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Inhalt des sechzigsten Bandes.

Drittes Heft.
Ausgegeben den 17. December 1895.

Über den feineren Bau der Drüsenzellen des Kopfes von Anilocra mediterranea Leach im Speciellen und die Amitosenfrage im

Allgemeinen

Von

Dr. O. vom Rath (Freiburg i. B.).

Mit Tafel 1-III.

1. Theil. Über den feineren Bau der Drüsenzellen des Kopfes von

Anilocra mediterranea. Als ich mich bei einem Aufenthalte an der Zoologischen Station in Neapel im Frühjahr 1888 mit vergleichenden Studien über die Sinnesorgane der Crustaceen beschäftigte, fertigte ich gelegentlich auch Schnittserien durch die Köpfe mariner Isopoden an. Besonders günstige Resultate ergaben mir die Köpfe von Anilocra mediterranea. Die zum Saugen umgewandelten Mundwerkzeuge dieser auf Fischen schmarotzenden Asseln sind ziemlich weich, so dass man in jeder beliebigen Richtung des Kopfes völlig luckenlose Serien dünner Schnitte herstellen kann; ferner sind die Zellen und ihre Kerne durch eine erstaunliche Größe ausgezeichnet, so dass man mancherlei interessante Aufschlüsse über die feineren Strukturverhältnisse derselben erhält.

Schon bei flüchtiger Durchmusterung meiner Präparate bei schwacher Vergrößerung fielen mir damals große Zellen mit mächtigen, oft in der Mehrzahl vorhandenen Kernen auf, welche eine mir unbekannte eigenartige Anordnung des Chromatins mit großer Regelmäßigkeit erkennen ließen.

Da mir trotz eifrigen Suchens bei einer großen Zahl von assimilirenden und secernirenden Zellen vieler anderer Metazoen niemals wieder ähnliche Chromatinfiguren zur Anschauung kamen und ich eben so wenig in der Litteratur eine hierher gehörige Angabe oder Abbildung auffinden konnte, habe ich in aller Kürze meine Befunde bekannt gegeben (2a), in der Hoffnung, dass anderen Autoren derartige

Zeitscbrift f. wissensch. Zoologie. LX. Bd.

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