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für

Anatomie und Physiologie.

Kritische Darstellung fremder und Ergebnisse

eigener Forschung

Von

G. VALENTIN.

Fünfter Band.

Jahrgang 1840.

BERN UND ST. GALLEN.

Verlag von Huber und Comp.

Körber.

Suneta 7-5-38

35237

I N H A L T.

.

.

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I. Die Fortschritte der Physiologie im Jahre 1839.
Allgemeine Uebersicht

Seite 1-11
Litteratur.

11-36 Hilfsmittel

36–38 A. Allgemeine Physiologie

-38–53 B. Pflanzenanatomie und Pflanzenphysiologie 53-75 C. Anatomie des Menschen und der Thiere.

a. Anatomie des normalen Organismus 145—278 b. Anatomie des an acquirirten Krank

heiten leidenden Organismus 278-295 D. Zeugungs- und Entwickelungsgeschichte. a. Normale

295–337 b. Pathologische Entwickelung

337-350 C. Thierchemie. a. Des normalen Organismus

350–357 b. Des kranken Organismus

357-360 F. Functionenlehre. a. Des normalen Organismus

360—378 b. Des kranken Organismus.

378–391 II. Ueber die Organisation der Trabeculæ carneæ

in der Schwimmblase von Lepisosteus spa-
tula Lacép.

392-397 III. Osteoporosis regularis, eine eigenthümliche Form der Knochenauflockerung

398—403

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1.

Die Fortschritte der Physiologie im Jahre

1839.

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Das Schlussjahr des letzten, für Physiologie und Medicin so resultatreichen Jahrzehends zeichnet sich nicht sowohl durch einzelne grossartige reformirende Entdeckungen, als durch fleissigen und vielseitigen Anbau von Problemen, welche theils seit längerer Zeit, theils von den unmittelbar vorhergehenden Jahren her vorliegen, durch grössere Verbreitung und Theilnahme der wahrhaft empirischen Forschungen und durch das Aufkeimen eines die prakti. sche Medicin, so weit sie nicht erstarrt ist, durchdringenden Geistes reellerer Untersuchung aus. Der Gewinn, welchen Wissenschaft und Leben aus solchen Bestrebungen ziehen, ist in vieler Rücksicht bedeutender, als die durch plötzliche grosse Entdeckungen hingeworfenen Thatsachen. Wenn zwar überall die grossen Genies neue Bahnen zu eröffnen berufen sind, so erfolgt doch erst ein wahres Resultat ihrer vorauseilenden Leistungen, wenn diese, in die grösseren Massen der Interessenten aufgenommen, dort gepflegt, verarbeitet und eben so sehr einerseits kritisch gesichtet, als mehr oder minder selbstständig erweitert werden. Gerade das Letztere aber scheint in Betreff der in der Physiologie in den letzten Jahren eröffneten neuen Mittel und Wege jetzt der Fall zu seyn. Wiewohl die Grundwissenschaft der Heilkunde von dieser Schritt vor Schritt jedes Plätzchen ihres gebührenden Einflusses sich erkämpfen muss, wiewohl auch hier Wahrheit gegen Jahrtausende langen Aberglauben und gegen Vorurtheil zu streiten haben, so geht der Sieg ächter Erkenntniss doch auf erfreuliche Weise und im Ganzen nicht sehr langsam fort. Waren früher medicinische Schriften, welche auf wahrhaft plysiologischer Basis beruhten, nur als seltenere Ausnahmen und gleich einzelnen Verirrten in der übrigen grossen medicinischen Papierwüste vorhan

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