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Herausgegeben

von Mitgliedern der k. bayer. Akademie
der Wissenschaft e n.

Munich.

Dreyzehnter Band.

München,
gedruckt in der k. Central: Schulbuchdruckerey.

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Gelehrte Anzeigen.

July bis December.

1 8 4 1.

München,

im Verlage der königlichen Akademie der Wissenschaften,

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München.

herausgegeben von Mitgliedern

Nro. 130. der k. bayer. Akademie der Wissenschaften.

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1. July.

gen zu durchstreifen. Keiner, den wahre Wißbegierde treibt, wird dabey ganz leer ausgehen, und nicht die wenigste Beute wird daraus holen wer sich mit der Geschichte von Wörtern und ihrer Bedeutung abgiebt, um nicht, hier misbräuchlich, zu fagen der Philolog. Doch auch nicht als solcher will ich mit dieser Kleinigkeit auftreten; es ist mir ge nug, wenn man sie als eine literar historische oder doch bibliographische Nachweisung mag gelten lassen.

:

1841.

Was bis gegen die Mitte des XIII. Jahrh. unter den Deutschen im engern Sinne, d. h. ab gesehen von Angelsachsen, Friesen u. dgl., von Rechts- Sagungen, Gewohnheiten und Regeln zu schriftlicher · Aufzeichnung gediehen war, zeigt sich, mit sehr geringer Ausnahme, lateinisch eingekleidet. Von da ab aber hat sich das Bedürfniß eines volksmäßigern Gewandes, einer Abfassung solcher Stücke in der Muttersprache mit Entschiedenheit geltend zu machen gewußt. Schon ums J. 1235 hat ein Anhaltischer Ritter u. Gerichtsschöffe, Cyke von Repgowe das lateinische Buch, in welches er alles was er von solchen Dingen theils aus schriftlichen Aufzeichnungen, theils aus mündlichen Uebers lieferungen wußte, zusammengetragen hatte, auf Wunsch und Bitte eines Grafen Hoyer v. Falken= stein, ins Deutsche überseht (gediutet, an diutifch gewant). Spiegel der Sachsen wollte er das Buch genannt wissen; denn

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Gegenwärtige Mittheilung ist wieder eine solche, die sich bescheiden muß, unter die von minderm Belange zu zählen, denen durch §. 10. unsrer Ge schäftsordnung Statt gegeben ist. Inzwischen hat fie unter manchen ähnlichen, zu denen ich mich ver fucht sehen konnte, diejenige geschienen, die mehr als andere in den Bereich eines eben jest allge meiner regen Interesses fallen möchte. Ich meyne das Interesse für alles, was die Geschichte der ge= sellschaftlichen Zustände unsers Volkes im Mittelalter, und namentlich die nicht aus der Fremde eingeführten, sondern, wenn ich so sagen darf, haus: gemachten Vorschriften für dieselben, die ältern Rechtsbücher betrifft. Daben glaube ich sicher zu sehn vor dem Vorwurf, als verstiege ich mich in ein specielles, nicht hieher gehöriges Facultätsgebiet; denn der Boden der ältern deutschen Rechtsverfas fung erscheint keineswegs als ein abgeschloffenes so sollte darin Männiglich Sachsenrecht erkennen. Gehege, das nur Juristen von Profession betreten dürften; er ist noch freyer Wald, welchen auch Laien mancher Art Luft, Bedürfniß und Fug haben mő

als in einem spiegele die frouwen
ir antlitze befchouwen,

Dieses Buch, zuerst im Dialekt des nördli= chern Deutschlands d.h. im niedersächsischen abge= faßt, war zunächst auch in jenen Theilen des deut

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