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Die Rumpflänge vom Scheitel bis zum Mittelfleisch (Perineum) bei 36 Individuen im Sitzen gemessen, ergibt im Mittel 885,80. Verhältnis zur Körpergröße 52,71%. Max. 988, Min. 826 mm, Diff. 162.

Die Rumpflänge von der Incisura sterni bis zu Symphysis oss. pubis, bei 40 Individuen gemessen, beträgt 523,47. Das Verhältnis zur Körpergröße 31,19%. Max. 583, Min. 474, Diff. 109.

Schulterbreite, von einem Acromion zum andern gemessen, bei 40 Individuen im Mittel 373,42 mm, Max. 408, Min. 342, Diff. 66 mm. Das Verhältnis zur Körpergröße 22,28%

Der Abstand des Acromions von den Füßen bei 15 Individuen gemessen, ergibt im Mittel 1364,06 mm, Max. 1494, Min. 1293, Diff. 207 mm. Das Verhältnis zur Körpergröße 81,84%

Der Abstand der Perineums von den Füßen bei 39 Individuen gemessen, ergibt im Mittel 790,53 mm, Max. 990, Min. 715 mm, Diff. 275.

Der Bauch-Umfang wurde bei 40 Individuen in der sogenannten Taille an der engsten Stelle gemessen, nämlich dort, wo die Kabardiner, wie die andern Bergvölker, eine deutliche Furche besitzen, die oberhalb des Nabels hinläuft --- in Folge des Tragens eines den Bauch einschnürenden Riemens oder Gürtels. Das Mittel beträgt 704,95 mm. Das Verhältnis zur Körpergröße 42,01, Max. 930, Min. 615. Die Kabardiner sind ihrer schlanken Taille wegen im Kaukasus berühmt. -

Der Bauch-Umfang im Niveau des Nabels, bei 40 Individuen gemessen, ergibt im Mittel 799,9 mm. Das Verhältnis zur Körpergröße 47,6%, Max. 1050, Min. 624, Diff. 426 mm.

Die Höhe des Nabels, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 1000,9 mm. Verhältnis zur Körpergröße 59,66%, Max. 1122, Min. 925, Diff. 197 mm.

Breite des Beckens beträgt im Mittel 254,17 mm. Verhältnis zur Körpergröße 15,11%, Max. 310, Min. 225, Diff. 85 mm.

Klafterweite, bei 38 Individuen gemessen, ergibt im Mittel 1782,89 mm. Verhältnis zur Körpergröße 103,25%, Max. 1935, Min. 1570, Diff. 365 mm.

Länge der oberen Extremität (der rechten), bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 750,87 mm. Verhältnis zur Körpergröße 45,34%, Max. 849, Min. 660.

Bei 16 Individuen wurde auch die linke obere Extremität gemessen. Das Mittel beträgt 751,2 mm im Gegensatz zu dem Mittel der rechten oberen Extremität dieser Individuen 747,05. —

Die Länge des Oberarms im Mittel 278,96 mm. Verhältnis zur Körpergröße 16,68%, Max. 312, Min. 280, Diff. 62. Der Umfang des Oberarms, gemessen im Niveau der dicksten Stelle des M. biceps

TOB. Das Mittelmesen, beträgt 809,63. bei 39 Individuen Max. 494,

brachii, ergibt im Mittel 278,6 mm; dicht oberhalb der unteren Epiphyse 159,5 mm.

Die Länge der Hand beträgt im Mittel 194,43. Verhältnis zur Körpergröße 11,28%, Max. 287, Min. 154 mm, Diff. 73 mm.

Die Länge der unteren Extremität, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 876,72. Verhältnis zur Körpergröße 52,24%, Max. 971, Min. 793, Diff. 178 mm. Die Maße sind verhältnismäßig groß. Das Mittel für die Länge des Ober- und Unterschenkels, bei 37 Individuen gemessen, beträgt 809,63 mm.

Die Länge des Oberschenkels, bei 39 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 494 mm. Verhältnis zur Körpergröße 26,21°, Max. 494, Min. 392, Diff. 102.

Die Unterschenkel-Länge, bei 39 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 384,57 mm, Max. 454, Min. 334, Diff. 120. Verhältnis zur Körpergröße 22,28%

Die Fuß-Länge, bei 39 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 259,6 mm, Max. 291, Min. 236, Diff. 55 mm.

Der Kopf. Der Verfasser hat zunächst ein wenig übliches Maß genommen, das er als die Kopflänge bezeichnet, nämlich vom Scheitel bis zum Kinn, bei 33 Individuen. Dieser Abstand beträgt im Mittel 232,21 mm, Max. 261, Min. 205, Diff. 56. Verhältnis zur Körper. größe 13,80%.

Kopflänge (größte Schädellänge des Verfassers), bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 185,55 mm, Max. 203,00, Min. 172 mm, Diff. 31 mm. Verhältnis zur Körpergröße 11,05%.

Breite des Kopfes (größte Schädelbreite), bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 155,36, Max. 172, Min. 143, Diff. 29 mm. Verhältnis zur Körpergröße 9;28%.

Kopfindex 1 . Obwohl der Verfasser die oben zitierten Maße als Schädellänge und Schädelbreite bezeichnet, so braucht er hier den richtigen Ausdruck Kopfindex. Derselbe beträgt, bei 40 Individuen berechnet, im Mittel 83,68. Wyrubo w fand 83,81.

Die Kabardiner sind als brachycephal zu bezeichnen.
Die Schwankungen des Kopfindex sind 75,39—91,27.
Im Einzelnen verteilen sich die Zahlen wie folgt:

der Verfasser Wyrubow Dolichocephal. : 0

3% Subdolichocephal 5

12,5% Mesocephal. .. 2 Subbrachycephal 12

30 , Brachycephal . . 21

52,5 , 54,4 , Der Oscillations - Exponent beträgt 3,15.

1,6 ,

5,0 ,

12,8 , 28,0 ,

Die Höhe des Kopfes (des Schädels), bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 135,17 mm, Max. 154, Min. 115, Diff. 39 mm.

Verhältnis der Höhe zur Länge = 73,01,

„Höhe zur Breite 1 = 87,04. Horizontaler Umfang des Kopfes [A], bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 61,0, Max. 601, Min. 515, Diff. 86. Verbältnis zur Körpergröße 34,02%.

Querumfang des Kopfes (OPO) nach Topinard, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 371,5 mm, Max. 404, Min. 335, Diff. 79. Verhältnis zur Körpergröße 22,13%.

Der unvollständige vertikale Umfang des Kopfes, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 330,77 mm, Max. 374, Min. 280, Diff. 44. Verhältnis zur Körpergröße 19,7° .

Durchmesser von einem Ohr zum andern (00), bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 137,2 mm, Max. 148, Min. 127, Diff. 21.

Der geringste Stirn- Durchmesser (F, F.), bei 40 Individuen gemessen, im Mittel 110,76, Max. 124, Min. 102, Diff. 22. Der StirnIndex. Das Verhältnis des Frontal - Durchmessers zur Kopfbreite be

0

trägi 71,35 [F, F, 7.

Das Gesicht der Kabardiner hat die Gestalt eines Ovals, das sich zum Kinn etwas verjüngt. Die Backenknochen sind gering entwickelt; breite Gesichter wurden nicht häufig beobachtet.

Die größte Länge des Gesichts, von der Grenze der behaarten Kopfhaut bis zum unteren Kinnende, bei 39 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 177,89 mm. Verhältnis zur Körpergröße 19,59%. Max. 208, Min. 152, Diff. 56 mm.

Die einfache (volle) Gesichtslänge von der Nasenwurzel bis zum Kinn beträgt im Mittel 121,17 mm, Max. 135, Min. 106, Diff. 29 mm.

Die größte Breite des Gesichts, der Abstand der Arcus zygomatici von einander, beträgt im Mittel 142,07 mm, Max. 154, Min. 129, Diff. 25 mm.

Der Jochbein-Durchmesser oder der Abstand der untern vordern Punkte der beiden Jochbeine von einander (Tarenetzky) ist schwierig zu messen; beträgt im Mittel 103,41 mm, Max. 132, Min. 94, Diff. 28.

Die obere Gesichtsbreite, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 108,32, Max. 129, Min. 100, Diff. 29.

Die untere Gesichtsbreite, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 108,05, Max. 117, Min. 96, Diff. 21,

Die Breite der Mund öffnung, bei 36 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 54,13 mm, Max. 65, Min. 43, Diff. 22 mm.

Die Nase. Die Länge (Höhe) der Nase von der Nasenwurzel bis zur Nasenscheidewand, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 55,87 mm, Max. 67, Min. 47, Diff. 20 mm. Das Verhältnis der Nasen-Länge (Höhe) zur Körpergröße 3,44%.

Die Breite der Nase oder die untere Nasenbreite – der Abstand der Nasenflügel von einander, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 36,33 mm, Max. 42, Min. 27, Diff. 15 mm.

Der Nasenindex, das Verhältnis der Länge zur Breite der Nase, beträgt im Mittel 61,44.

Die Höhe (Länge) der Nase vom unteren Nasenpunkte bis zur Spitze, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 25,17 mm, Max. 31, Min. 18, Diff. 13.

Die obere Nasenbreite, oder der Abstand der medialen Augenwinkel von einander, bei 40 Individuen gemessen, beträgt im Mittel 30,72 mm, Max. 37, Min. 27, Diff. 10.

Die Ohren wurden bei 37 Individuen gemessen, und zwar das rechte und das linke gesondert: Die Länge des rechten Ohres im Mittel 64,13, Max. 72, Min. 51, Diff. 21. n 1 linken u n 1 63,67, 74, 155, 10.

Im Allgemeinen ist zu bemerken, dass die Ohren nicht von gleicher Größe, und dass bald das rechte, bald das linke Ohr größer ist. –

Ohrlinie. Der Abstand von der Basis der Nase bis zur Obröffnung (Basis des Tragus), beträgt bei 40 Individnen gemessen, im Mittel 117,87, Max. 128, Min. 106, Diff. 22 mm. Die Entfernung des vorderen Endes des Oberkiefers (mediale Schneidezähne) von der Ohröffnung im Mittel 116,17 mm, Max. 128, Min. 97, Diff. 31. Der Abstand des Kinns von der Ohröffnung im Mittel 138,7, Max. 149, Min. 120, Diff. 29.

Der Gesundheitszustand der Kabardiner ist ein ganz vortrefflicher: von Jugend auf im Freien, nur mit körperlichen Uebungen beschäftigt, bei guter Luft und guter Nahrung, bleiben die Kabardiner bis zu ihrem spätesten Alter hin gesund und kräftig; ein 82jähriger Greis besaß noch 27 gesunde Zähne. Bei den 40 untersuchten Individuen war alles gesund. Arteriosklerosis ist sehr selten – die Mäßigkeit im Genuss geistiger Getränke wird hoch geschätzt und geehrt.

Die Körpertemperatur wurde an 20 Individuen gezeigt, die im Gefängnis von Pjatigorsk interniert waren. Minimum der MorgenTemperatur 36,6, Max. 37,4; Abend - Temperatur Min. 36,1, Max. 37,5.

Die Pulsfrequenz bei 28 Individuen geprüft (22 Gefangene und 6 in Freiheit befindliche) im Mittel 69,64.

Die Atmungsfrequenz, bei 28 Individuen gepriift, ergab im Mittel 17,14, Max. 19, Min. 16 in der Minute.

Kurzsichtigkeit wurde dicht beobachtet.

Die Gehörweite ist größer als bei Europäern. Der Verfasser gibt folgende Schlusssätze:

1) Die Karbardiner sind mehr als mittelgroß. 2) Der Brustumfang übertrifft die Hälfte der Körpergröße. 3) Die Länge des Rumpfes ist nicht groß. 4) Die Schulterbreite ist beträchtlich. 5) Die obere Extremität ist absolut und relativ lang (länger als

bei den Osseten). 6) Die untere Extremität ist von beträchtlicher Länge (kürzer als

bei den Osseten). 7) Die Kabardiner sind brachycephal. 8) Die Kabardiner sind mesoprosop.

Der Verfasser gibt am Schluss seiner Arbeit (S. 90 und 91) ein Verzeichnis der von ihm benutzten Litteratur, insbesondere führt er diejenigen Arbeiten an, deren Messungs-Resultate er mit den seinigen vergleicht. – In meinem Referat habe ich die vergleichenden Zahlen mit wenigen Ausnahmen fortgelassen. Anthropometrische Untersuchungen an Kabardinern sind sehr wenig angestellt worden. Dr. Giltschenko (Referat im Biolog. Centralblatt, 1891, Nr. 9 u. 10), Erckert (Berlin), Pantuchow (Tiflis).

Inbezug auf einzelne Teile, z. B. Kopf (Schädel) liegen freilich mehr Messungen vor (Erckert). Aber immerhin ist das Material zu geringfügig, um daraus endgiltigen Schlüsse zu ziehen. Der hier oder vom Verfasser gemachte Vergleich mit andern Völkerschaften des Kaukasus ist wegen der fraglichen Verwandtschaft der einzelnen Stämme unter einander ebensowenig von großem Erfolg wie der Vergleich mit weitabliegenden Völkern. Ich habe es daher für angezeigt gehalten alle verschiedenen Zahlen ganz fortzulassen. —

L. Stieda (Königsberg i. Pr.). [4]

E. F. Weinland, Neue Untersuchungen über die Funktionen der Netzhaut nebst einem Versuche einer Theorie über die

im Nerven wirkende Kraft im Allgemeinen.

123 Seiten Fol. Verlag v. Pietzcker, Tübingen. Weinland entwickelt in der vorliegenden Abhandlung auf Grund eingehenden Studiums der neueren anatomischen Untersuchungen über den Bau der Netzhaut eine Reihe geistreicher Spekulationen über Ort und Art der Umsetzung von Lichteinwirkung in Nervenerregung. Verf. versucht auch die Erscheinungen aus dem Gebiete des Licht- und Farbensinnes, die Entstehung der Kurzsichtigkeit u. s. w. zu erklären. Eigene Beobachtungen und neue Thatsachen vermisst man hingegen in dem mit vielem Fleiße durchgearbeiteten Werke.

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