Imagens das páginas
PDF
ePub
[ocr errors]

hervor, an welchen Niemand zweifeln wird, welchem Kenntniss von der unendlichen Zerstreutheit der naturhistorischen Literatur, und von den eigenthümlichen Verhältnissen des nichtdeutschen Buchhandels zu Gebote steht. Für den Naturforscher entspringen auf dem fremden Boden eben so reiche Quellen des Wissens als auf dem vaterländischen ; er muss sie, um den Forderungen ihrer Zeit zu genügen, gleichmässig benutzen oder mindestens kennen. Aus diesem Grunde hat die nichtdeutsche Literatur in dem vorliegenden Werke nicht allein ihren Platz gefunden, sondern sie ist auch mit derselben Aufmerksamkeit behandelt worden wie die deutsche. Sie bot unverhältnissmässige Schwierigkeiten dar, die man dem erfahrenen Buchhändler nicht zu beschreiben hat, die aber den Gelehrten minder bekannt sind. Die englischen theils auch die französischen Buchhändlerverzeichnisse, sind häufig wahre Muster der Ungenauigkeit, sind für bibliographische Zwecke in ihrer ursprünglichen Form kaum zu gebrauchen, und verlangen Vergleichung der oft schwer zu erlangenden Werke selbst, zu deren Bekanntwerdung sie eigentlich beitragen sollen. Ueber die an sich geringfügige spanische Literatur der Naturwissenschaften unterrichtet man sich nur auf grossen Umwegen; aber die undankbarste Arbeit ist die Erforschung der Literatur des näher gelegenen und ungleich wissenschaftlicheren Italiens, wo keine Provinz mit der anderen im buchhändlerischen Verkehr steht, Mailand und Neapel in dieser Hinsicht sich so fremd sind wie Moskau und Madrid, und bibliographische Anfragen nicht aus Ungefälligkeit, sondern wegen Unlösbarkeit unbeantwortet bleiben. Ungeachtet dieser Hindernisse ist es uns doch gelungen gerade jenen Zweig der Literatur in einer Vollständigkeit aufzuführen, die möglicherweise selbst Zoologen überraschen wird, die in der Nähe der reichsten öffentlichen Bibliotheken leben. Mit Werken, deren Verlag in Privathänden sich befindet, oder die nie, und überhaupt nur in kleiner Zahlin das Publikum. gelangt sind, endlich mit den zahlreichen Gesellschaftschriften verhält es sich auf ähnliche Weise. Wir glauben indessen gerade von den letzteren eine fast lückenlose Uebersicht geliefert zu haben, die durch theilweise Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bände an Brauchbarkeit gewinnt, und sich auf Vergleichung der in der Universitätsbibliothek zu Leipzig in seltener Vollständigkeit vorhandenen Societätschriften begründet.

Diese keineswegs erschöpfende Darstellung der Hindernisse, mit welcher wir zu kämpfen gehabt, ist nicht gemeint um für das Werk

[ocr errors]
[ocr errors]

eine höhere Stellung zu beanspruchen, als ihm zukommen kann. Dass, viele Tausende von Buchtiteln zu sammeln, und die Bücher selbst zu vergleichen, über deren Inhalt Zweifel herrschen konnte, eine leichte Aufgabe nicht gewesen sei, wird Jedermann glauben. Wir können hinzusetzen, dass Mühe nicht gespart worden sei, dass Gewissenhaftigkeit überall geherrscht habe, und dass wir Verbesserungen und Aufklärungen mit Dank entgegennehmen werden, welche uns von Vorständen grosser Bibliotheken, von den Verfassern und Verlegern zugehen könnten; wir bitten im mehrseitigen Interesse um dieselben.

Weniger bleibt zu erinnern hinsichtlich der Einrichtung unseres Verzeichnisses. Deutsche und ausländische Literatur mussten aus buchbändlerischem Gesichtspunkte geschieden werden. Wenn unter der ersten die in dänischer und schwedischer Sprache oder in Russland (nicht russisch) gedruckten Werke eingeschlossen sind, so begründet sich dieses auf die bekannte Verbindung des deutschen Buchhandels mit demjenigen Scandinaviens und Russlands. Um consequent zu bleiben haben wir in Holland gedruckte Werke unter die ausländischen verweissen müssen, weil in ihrer Beziehung das entgegengesetzte Verhältniss herrscht. Von den vor dem Jahre 1700 erschienenen Schriften sind nur solche aufgenommen, die auch jetzt noch häufiger citirt werden. Veränderungen im Verlage der Bücher sind gewissenhaft bemerkt, die Preise der noch im deutschen Buchhandel vorhandenen mit geringen Ausnahmen angegeben, und bei den englischen, bekanntlich häufigen Herabsetzungen unterworfenen Preisen, die neuesten Angaben benutzt worden. Die in anderen Katalogen oft irrigen Zahlen der Tafeln, Bände, theils auch der Seitenzahlen haben wir nach Möglichkeit berichtigt, und glauben uns für die Zuverlässigkeit dieses Theiles der Arbeit ruhig verbürgen zu können.

Um diesem Verzeichnisse einen wissenschaftlichen Charakter und hierdurch vollkommene Brauchbarkeit für Naturforscher zu geben, ist eine streng systematische Anordnung getroffen worden. Auf die Hülfsmittel zum Studium (S. 1 — 22.) die Bücherkunde, Taxidermie, Beschreibungen von Sammlungen und Mikroskopie folgt die Geschichte der Wissenschaft (S. 23 — 38.) an welche sich die Gesellschaftschriften, — gleichsam die Denkmäler der Bestrebungen Einzelner und der Fortschritte im Ganzen, nothwendig anreihen mussten. Von dem Gesammten zum Gesonderten schrittweis übergehend haben auch wir die unangenehme Abtheilung der sogenannten vermischten Schriften (S. 71 - 292.) nicht zu vermeiden vermocht; wir bringen in sie

[ocr errors][ocr errors]

In ha i t.

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

.

Vorrede.
1. Hülfsmittel.

Seite.
A. Bücherkunde..

1 B. Museen und Naturaliensammlungen..

4 C. Taxidermie. (Aufbewahrung und Aufstellung naturhistorischer Gegenstände.).

14 D. Mikroskopie.

19 11. A. Geschichte der Naturwissenschaften.

23 B. Schriften gelehrter Gesellschaften.

36 C. Vermischte naturhistorische Schriften.

71 III. Zoologie. A. Vergleichende Anatomie und Physiologie.

203 B. Vermischte zoologische Schriften.

289 C. Werke über besondere Thierklassen. a. Der Mensch.

346 b. Säugethiere..

353 c. Vögel.

385 d. Reptilien.

420 Fische..

431 f. Weichthiere.

444 g. Gliederthiere (Insekten, Spinnen, Krebse etc.) 469 h. Würmer.

559 D. Vorweltliche Thiere (und Pflanzen).

583 Nachträge. . .

627 Alphabetisches Namenregister.

647 Sachregister.

747

[ocr errors]

.

[ocr errors]
[ocr errors]

e.

[ocr errors]
[ocr errors]

.

.

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
« AnteriorContinuar »